Das wertvollste
an diesem Borgo (die Burg) , wie im marchigianischen Sprachgebrauch eine
Ansammlung von Gebäuden genannt wird, ist seine spektakuläre
Lage. 360-Grad unverbaubarer Rundumblick auf historischem Grund. Das Objekt
eignet sich für eine Familiengemeinschaft, einen Freundeskreis, der
gern gemeinsam Ferien macht, sich aber "räumlich nicht zu nahe" sein
möchte, aber auch für eine Aktivität im Sinne eines Bed&Breakfast,
oder für ein Künstler-, Meditations- oder Seminar-Zentrum.
Der Komplex,
bestehend aus drei Gebäuden - dem klar strukturierten grossen Haupthaus,
einem kleineren romantischen Nebengebäude und einem entzückenden
Schuppen - liegt malerisch eingebunden in grüne Hügel mit Blick
auf das Berg-Panorama des Monte Acuto, Monte Nerone und Monte Catria (alle
etwa 1700 m hoch).
Die äusserlich
auf den ersten Blick unscheinbar wirkenden Häuser bieten in ihrem
Inneren grosse, helle, freundliche Räume, deren Aufteilung beliebig
verändert werden kann. Ein unschätzbarer Vorteil für spätere
Umbaumassnahmen sind die bereits existierenden grossen Fenster- und Türöffnungen
(es sind die original- marchigianischen Sprossenfenster und Fensterläden
erhalten - türkisfarben lackiert - , Innentüren und Haustüren
aus antikem Holz können zum grossen Teil restauriert werden. Unter
dem Putz verbergen sich 60 cm dicke Mauern aus "trovanti" (Feldsteinen).Die
Bausubstanz ist gut, die Häuser sind in kürzester Zeit zu restaurieren.
Das grosse Haupthaus hat ein in den 50er Jahren erneuertes "modernes" Dach,
das entweder komplett im alten Stil erneuert oder (preiswertere Variante)
mit architektonischen Stilmitteln verschönert werden kann.
Weil es sich
bei diesem Borgo um etwas ganz besonderes handelt, hier detaillierte Informationen
zu seinem Umfeld und seiner Geschichte:
Fenigli,
das Dorf, zu dem der Gebäudekomplex gehört und auf das seine
Einwohner zu Recht besonders stolz sind, hat eine bewegte Vergangenheit.
Es taucht das erste Mal 1086 in den Geschichtsbüchern auf. Damals,
als Besitz des Klosters S. Maria in Lastreto, war seine Ausdehnung
jedoch weit grösser als heute. Es reichte "usque ad alpis montis"
(bis zu den Bergen), wie in einem lateinischen Pergament zu lesen steht,
das sich heute in Unterlagen der Kurie befindet.Über die Jahrhunderte
war Fenigli - auf einem Hügel gelegen mit Panorama-Rundumsicht bis
zum Meer - Ziel der Begehrlichkeit fremder Heerscharen.
1432 erhob Papst
Eugenio IV das Castello Fenigli zur Grafschaft, und Federico di Montefeltro,
der marchigianische Held mit Sitz in Urbino, brachte der Ansiedlung Frieden.
Er, der gute Mensch, führte sie zu Reichtum und Erfolg.
Im 17. und 18.
Jahrhundert wurde auf dem fruchtbaren Boden Getreide und Wein angebaut,
Seide produziert, Viehzucht betrieben. Auch das Handwerk blühte, vor
allem die Holz- und Eisenverarbeitung.
Doch die Bevölkerung
dieses wunderschönen Landstrichs konnte die guten Zeiten nicht bewahren.
Immer wieder
entbrannten harte Kämpfe um das Gebiet. Adelsfamilien aus anderen
Provinzen meldeten Besitzansprüche an.
1797 wurde Fenigli
von französischen Truppen besetzt. Die Schlachten Napoleons brachten
Tod und Verwüstung. Tapfer widersetzte sich das Volk, immer wieder
gab es Rebellion und Aufstände.
In den 60er Jahren
des 19. Jahrhunderts, nach Ausbeutung und Unterdrückung, schien die
Kraft gebrochen. Die Menschen zogen fort, die Häuser verfielen, eine
der bedeutendsten marchigianischen Burgen versank im Dornröschenschlaf.
Zwar versuchten die angesehenen alten Familien, in deren Besitz sich Fenigli
zum grössten Zeil befand (auch das beschriebene Objekt gehört
einer solchen Familie), die historischen Gebäude einigermassen zu
erhalten. Aber es fehlte das Geld zur Restaurierung, die Kraft zur "Erneuerung".
In den letzten
zehn Jahren aber ist Fenigli wieder sehr populär geworden. Es fanden
sich Käufer - viele aus dem Ausland - die investierten und den verbliebenen
Ruinen wieder eine Bestimmung gaben.
Das mittelalterliche
Städtchen Pergola, zu dem Fenigli heute gehört, sowie der Nachbarort
Frontone, dessen restaurierte Burg mit Museum und hübschen Restaurants
vom Objekt aus zu sehen ist, sind touristische Attraktionen geworden.
Gutes Klima,
romantisches Ambiente und historischer Hintergrund ziehen viele Menschen
an.
Die Geschichte
scheint sich zu wiederholen: der magische Platz, auf dem das Borgo steht,
ist eine Oase des Friedens und der Geborgenheit. Hier können Menschen
glücklichen leben, so, wie einst die Untertanen des legendären
Federico di Montefeltro.
Ein guter Grund,
dieses preiswerte Objekt zu erwerben und etwas daraus zu machen.
Tun Sie`s , bevor
es unbezahlbar wird!