Wir
konnten es kaum glauben, dass es sie noch gibt, solche historischen Orte,
wie das Dörfchen Caudino, unverfälscht und originalgetreu erhalten.
Voller Ehrfurcht und Neugier durchstreiften wir seine schmalen romantischen
Gassen und standen schliesslich vor dieser Immobilie, einem Palazzo, der
seinesgleichen sucht. Am Ende des Örtchens thront er, samt Gesindehäusern,
an einem magischen Platz und regiert - einem Wehrturm gleich - ein offenes
Tal. Unvergleichlich der Blick auf bewaldete Hügel und das gewaltige
Appennin-Massiv.
Der
Gebäudekomplex gehörte einmal einer adligen marchigianischen
Familie, die hier residierte und sämtliche Dorfbewohner als Personal
beschäftigte. Sie sind fast alle fortgezogen in die grossen Städte,
Caudino war zu klein geworden für sie. Zurückgeblieben sind die
herrlichen Bauwerke aus der guten alten Zeit, mit Kaminen und Bögen,
Wandnischen und Fresken, Mosaik- und Cottoböden, Steinbecken und Holzbalkendecken.
Die Zeit scheint hier vor 100 Jahren einfach stehengeblieben zu sein.
Das
Dorf selbst (eine Burg mit Stadtmauer) wird in den Geschichtsbüchern
der Gemeinde Arcevia, zu der es heute gehört, zum ersten Mal in der
zweiten Hälfte des 13. Jahrhunderts erwähnt. Es war einmal ein
heftig umkämpfter Teil des Stadt-Staates "Gubbio" (etwa 50 km entfernt,
gilt als die schönste mittelalterliche Stadt Umbriens). Und weil es
am äussersten Ende dieses kleinen Reiches lag, am Schwanzende sozusagen,
wurde es kurzerhand "Coda ino" genannt (daraus wurde dann im marchigianischen
Dialekte "CAUDINO"). Caudinos Bürger waren ausgesprochen tapfer und
gewannen unter der Führung eines gewissen Alberghetto Chiavelli Mitte
des 14. Jahrhunderts eine Schlacht, die vor ihrer Burg ausgetragen wurde
und ihnen die Unabhängigkeit sicherte.
Der
Palazzo mit seinen gemütlichen bäuerlichen Nebengebäuden,
seinen Innenhöfen und seinem verwunschenen Garten, seinen eindrucksvollen
Gewölben, den herrschaftlichen Räumen und dem traumhaften Blick
würde sich anbieten als Romantik-Hotel oder Country-House, als Seminar-Zentrum
oder Wellness-Oase, geeignet für Menschen, die dem Trubel der grossen
Städte entfliehen und sich von Natur und Geschichte inspirieren lassen
wollen.
Obwohl
relativ abgeschieden gelegen, ist die Anbindung hervorragend: 40 km (man
fährt 30 Minuten über gut ausgebaute Strassen) sind es zum hübschen
Adria-Badeort Senigallia mit schicken Restaurants und Einkaufsmöglichkeiten.
Senigallia wäre auch die Autobahnausfahrt in Richtung Brenner. Zum
Flughafen Ancona-Falconara mit mehreren internationalen Flügen täglich
(u.a. RYAN-AIR) fährt man 45 Minuten, nach Rom ca. 2 Stunden.
Ausflugsmöglichkeiten
und Sehenswürdigkeiten gibt es in reicher Auswahl: Assisi erreicht
man in ca. 45 Minuten, die für ihre Papierfabrikation bekannte Stadt
Fabriano (Museen!) in 20 Minuten. Die unvergleichlich schönen Tropfsteinhöhlen
"Grotte di Frassassi" sind 20 Autominuten entfernt, ebenso das hübsche,
mittelalterliche Städtchen Sassoferrato und Gualdo Tadino mit seinen
originellen Töpfereien. Für Wein-Kenner und -Liebhaber sind die
Verdicchio-Metropole Montecarotto und Matelica, die Heimat eines weiteren
preisgekrönten Weissweins der Region, praktisch vor der Haustür.
Fast jeder kleine Ort in der Umgebung hat ein gutes Restaurant oder eine
geschichtliche bzw. kulturelle Attraktion, die auch für Weitgereiste
und Weltenbummler noch zu entdecken sind. Wanderer und Mountainbike-Fahrer
werden die Trekking-Pfade um den 1700 Meter hohen Monte Catria zu schätzen
wissen, Fotografen und Maler sich dem Reiz der umliegenden Landschaft und
Städte nicht entziehen können..
Eine
Region, die für den Individual-Tourismus (ganzjährig, nicht nur
Sommer) noch zu entdecken ist.
Ein
weiterer Aspekt für Investoren: es gibt staatliche Zuschüsse
für die Einrichtung von Aktivitäten, die den Tourismus fördern
und dabei historische Substanz nutzen. Wir können für Sie den
Kontakt mit erfahrenen Steuerberatern, Geometern und Beratern herstellen,
wenn Sie ein solches Projekt in Angriff nehmen wollen.
PREIS 450.000
Euro
RESTAURIERUNG
ca 400.000 Euro
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